DÜNENHOTEL – Markgrafenheide: Info & Hotelkritik

Tiefblaues Meer bis zum Horizont, kilometerlange Sandstrände, das Kreischen der Möwen – so schön kann die Ostsee sein! Diesmal ist die Rede vom Strandabschnitt Hohe Düne, zwischen Markgrafenheide und Warnemünde.

1586 hieß Markgrafenheide noch Moorgrabenheide und wurde erstmals geschichtlich erwähnt. Der jetzige Name des Ortes Markgrafenheide entstand aus einer Legende, die besagt:

Der Marktgraf von Brandenburg verstarb bei der Jagd und wünschte, in der Heide begaben zu werden. Sein Sarg soll über und über von Gold und Silber besetzt gewesen sein, aber die schlaue Witwe ließ allen am Leichzug Beteiligten die Augen verbinden, so dass niemand wusste, wo der Marktgraf  in der Heide beigesetzt wurde…bis heute .-))!

2009_08_warnemunde_dr_bild02Ein paar Jahre später wird der Ort vorwiegend vom Tourismus heim-gesucht. Der gesunde Mix von Wald- und Seeluft lockt besonders in den Ferienmonaten, im Sommer, die Besucher in Scharen an. Dann kann es vorkommen, dass bereits in den frühen Nachmittagsstunden alle Parkplätze am Strandabschnitt der Hohen Düne belegt sind. Ärgerlich, aber leider nicht selten oder gar zu ändern. Die Parkplatzgebühren mit 3 € sind vergleichsweise für das ansonsten teure Ostseeparkgeschäft ein Schnäppchen.  Man sollte es deshalb tunlichst vermeiden, ein Knöllchen für den Straßenrandoffroadparkplatz zu riskieren. Nichts zu verlieren, aber eine Menge an tollen Eindrücken gewinnt man bei einem bisher – noch Geheimtipp:
Seit 2008 gibt es am Fährübergang vom Ortsteil Hohe Düne nach Warnemünde, an der Ostmole und direkt im Einzugsgebiet des noblen 5-Sterne Yachthafenresidenz-Hotels HOHE DÜNE eine, ich nenne sie mal laienhaft: “Seehund-Experimental-Schule”.

2009_08_warnemunde_dr_bild01Die Arbeitgruppe von Prof. Dr. Guido Dehnhardt vom Lehrstuhl Allgemeine Zoologie & Neurobiologie der RUB betreibt dort und in mitten des Yachthafens ein Forschungsprojekt, worin Seehunde, die zu großen Teilen aus Zoologischen Gärten stammen, in eingezäunter, “freier Wildbahn” von Biologiestudenten und ausgebildeten Tiertrainern studiert bzw. beschäftigt werden.
Dabei lassen sich die Fachleute gern über die Schulter schauen, geben wissenswerte Fakten an die Besucher weiter und diese haben ihr augenscheinliches Vergnügen daran, den eleganten, munteren Schwimmern beim täglichen Kurs zu zuschauen. 6 € kostet der Eintritt und diese sind im Dienst der Wissenschaft gut angelegt. Wer noch etwas tiefer und nicht nur in seinen Geldbeutel abtauchen möchte, hat die Möglichkeit für schlappe 250€ incl. Neoprenanzug sowie Tauchgerät, gemeinsam mit den verspielten und gelehrigen Tieren zu schwimmen bzw. zu tauchen. Weitere Informationen gibt es unter: 0381/50408181

DÜNENHOTEL Markgrafenheide

2009_08_warnemunde_dr_bild03Ist man vielleicht davon etwas müde: dann habe ich einen anderen Tipp für ein anschließendes, geruhsames Nächt`le parad. Das DÜNENHOTEL – Markgrafenheide.
Ob romantische und erholsame Urlaubstage oder Geschäftsreisen mit maritimer Kulisse für Konferenzen, das kleine, feine DÜNENHOTEL hat aus meiner Sicht für jeden Anspruch und Geschmack etwas. Direkt oder besser gesagt nur 50 Meter von der Ostsee entfernt, steht es mit praktischem “Pantoffel-Zugang” zur Düne in der Rostocker Heide. Ein Restaurant mit frischen, regionalen Fischspezialitäten gibt es obendrein und wer es außer den Seehunden noch sportlicher mag, der kann sich in dem nicht weit davon entfernten Kletterwald auch von Liane, pardon, von Ast zu Ast schwingen.
Die Preise im DÜNENHOTEL Markgrafenheide bewegen sich für den Standort des Hotels auf erstaunlich moderaten Niveau. Die Einzelzimmer kosten 61 € und die preiswertesten Doppelzimmer 87 € (Stand August 2009). Als Schnupperangebot in der Nebensaison gibt es das Doppelzimmer für 55€. Da muß der Gast schon sehr weit nach Osten in See stechen, um etwas Vergleichbares zu finden.

DÜNENHOTEL – Die Hotelkritik

Das DÜNENHOTEL Markgrafenheide hat nur wenige Zimmer, strahlt Ruhe und Behaglichkeit aus. Der Hotelkritiker hat es nicht leicht, etwas zu beanstanden oder anders ausgedrückt: es gibt “mal” nix zu meckern. Die Zimmer haben eine akzeptable Größe, das Frühstücksbuffet biegt sich zwar nicht unter der Last, lässt aber kaum Zusatzwünsche offen. Ich habe mich, wie man so schön sagt: rundum wohlgefühlt und die attraktive bzw. exponierte Lage des Hotels: in der ersten Reihe – runden das Bild im positiven Sinne weiter ab.
Das der dazugehörige fast 15 Kilometer lange Strandabschnitt in den Sommermonaten Ballermann-Platzverhältnisse bietet, erwähnte ich bereits, jedoch kann man das dem Hotel natürlich nicht in die Kritik schreiben.

Fotos: © Klawonn, Jens
Anschrift: DÜNENHOTEL
Dünenweg 28
18146 Rostock-Markgrafenheide
Tel.: 0381/2066-0
Fax.: 0381/20066-199
www.duenenhotel.de

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