Land-gut-Hotel Hermann: Info & Hotelkritik
An dem Ort, wo sich das Wasser des kleinen mecklenburgischen Flusses Warnow mit dem Salz der Ostsee vermischt, um dabei eins zu werden mit der Weite des Meeres und der Welt, liegt die Stadt Warnemünde. Kleine Häuschen stehen schmuck herausgeputzt am alten Strom, aufgereiht – wie eine Perlenkette.
Und während die Fischer ihren Fang von den Kuttern an die Touristen verkaufen, promenieren Warnemünder und Rostocker gemeinsam mit ihren auswärtigen Gästen auf der schön anzuschauenden und liebenswerten Meile zwischen Fischmarkt und dem Leuchtturm. Die vielen kleinen Geschäfte, im bunten Spektrum von der teuren Nobelboutique bis hin zum Schnäppchenladen, wechseln sich ab mit gemütlichen Cafès, leckeren Eisangeboten und Lokalen verschiedenster Coloeur. Nirgend wo anders an der Ostseeküste, im Heimathafen des Luxusliners AIDA, ist es zu gleichen Teilen quirlig und beschaulich, wie hier in Warnemünde.
Um 1195 wurde die Stadt erstmals urkundlich erwähnt, jedoch bald von der reichen Hansemetropole Rostock aufgekauft. Nur so konnte der strategisch wichtige Zugang zur See dauerhaft gesichert werden. Aber das hatte für die Warnemünder Bevölkerung auch weitreichende Konsequenzen. 1585 verhängte z.B. die Rostocker Bürgerschaft ein absolutes Gewerbeverbot. Allein die Fischer, Lotsen und Seeleute durften in Warnemünde noch ihren Berufen nachgehen. Auch Naturgewalten in Form von schweren Sturmfluten (1625 und 1872) hinterließen große wirtschaftliche Schäden. Selbst bei den kriegerischen Auseinandersetzungen mit Schweden und Dänen war Warnemünde als Rostocker Vorposten immer zuerst verwickelt und an vorderster Front. So ließ Wallenstein eine wehrhafte Zitadelle errichten und verlangten für die Befahrung des Alten Stromes horrende Zollgebühren, die den Rostocker Hafen auf Jahrzehnte in seiner Entwicklung lähmten.
Nun droht im Jahr 20 nach der deutschen Einheit ein weiteres Mal der wirtschaftliche Niedergang einer ganzen Region. Durch die Nachrichten geistert die Kunde des finanziellen Ruins der weltbekannten Warnow-Werft. Bleibt zu hoffen, dass sich die gewitzten Nordländer auch aus dieser Krise herausarbeiten können und dabei hilft, im nicht unwesentlichen Maße, natürlich die Tourismusbranche.
Land-gut-Hotel Hermann
Allen voran geht dabei das Gaststätten- und Hotelgewerbe. Natürlich gibt es viele kleinere oder größere Hotels direkt in Warnemünde, allen voran das bekannte NEPTUN, aber auch etwas außerhalb gibt es das eine oder andere Hotel, welches ich empfehlen kann. Verkehrstechnisch ideal angebunden, nah an der A19, kurz vor den Toren von Rostock und Warnemünde, im winzigen Dörfchen Albertsdorf bei Bentwisch und absolut ruhig gelegen, steht das Land-gut-Hotel Hermann.
Es ist ein Neubau, der 2003 neu eröffnet wurde und sowohl für den Geschäftsreisenden als auch den Wellnesstyp etwas zu bieten hat. Tagungsräume, freier, kostenloser Internetzugang, Soleschwimmbad mit Gegenstromanlage und eine abwechslungsreiche Saunalandschaft geben eine Garantie für erholsame Tage in der mecklenburgischen Landschaft.
Aber das Beste daran: nur 15 Kilometer entfernt liegt die Hohe Düne mit langem, feinsandigen Strand und klarem Ostseewasser. Zum Hotel Hermann gehört auch ein Restaurant, welches zu moderaten Preisen ( 8 bis 12 €) absolut schmackhafte Küche bietet. Die Preise für die Logie betragen in der Saison 55 € für das Einzelzimmer und 85 € für das Doppelzimmer (Stand August 2009) incl. dem reichhaltigen Frühstücksbuffet.
Hotel Hermann – Die Hotelkritik
Das bereits abgeklungene Lob für das Land-gut-Hotel Hermann setzt sich fast nahtlos in der Hotelkritik fort. Die Zimmer im “modernen Trakt” sind zwar etwas spartanisch nüchtern gehalten, bieten jedoch eine ausreichende Größe. Allerdings ist das Hotel und im Besonderen die Türen, zu hellhörig gebaut! In normaler Lautstärke geführte Gespräche oder gar “Liebesgeflüster” in der Nacht, kann man selbst mit wenig aufgestellten Lauschern ohne weiteres verfolgen. Das angesprochene freie W-LAN funktioniert auf den Hotelzimmern eher nur sporadisch – da fehlen einfach ein paar W-LAN-Repeater in den Fluren. In der Hotellobby ist es hingegen kein Problem highspeedmäßig die Wettervorhersagen nachzuschauen.
Das Frühstücksangebot ist für ein 3-Sternehotel überdurchschnittlich reichhaltig und gut, selbst die eine oder Leckerei gibt es obenauf. Zum Personal gibt es, bis auf eine Dame am Empfang, welche bei der Begrüßung bzw. den Reservierungsformalitäten ein bisschen den Überblick verloren …oder einfach nur einen schlechten Tag hatte, keine Beschwerden. Dem Land-gut-Hotel Hermann wurde 2008 der “Schlummer-Atlas” verliehen und das, sowie eine Empfehlung von mir, hat es sich ohne weiteres verdient!
Fotos: © Klawonn, Jens
Anschrift: Land-gut-Hotel Hermann
Albertsdorf Haus 13
18182 Rostock-Bentwisch
Telefon 0381/6667666
TeleFax 0381/6667668
www.land-gut-hotel.de
Datum: August 21st, 2009
Kategorie: Hotels Mecklenburg-Vorpommern